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Der Stamm St. Ludwig feiert 60-jähriges Bestehen mit einem Jubeltag

Bei bestem Wetter luden die Pfadfinder vom Stamm St. Ludwig am Samstag, den 21. Mai 2011 zum Jubiläumsfest rund um den Ludwigssaal.
Eine Zeltstadt war im Hinterhof aufgebaut worden, hier lockten ein Kino das Filme und Bilder aus den vergangenen 6 Dekaden zeigte, sowie ein Museumszelt das mit alten Abzeichen, Bannern und Wimpeln bestückt worden war. Ganz schön viele Relikte waren es, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hatten und jedes einzelne hatte eine Geschichte zu erzählen.

Gemütliches Beisammensein wie früher am Lagerfeuer

Erlebnisse und Abenteuer, die gemeinsam durchlebt wurden hörte man an diesem Tag aber nicht nur aus der Jurte, dem typischen Zelt der Pfadfinder in dem auch Feuer gemacht werden kann, sondern überall da wo sich alte Freunde bei Kaffee und Kuchen zusammen setzten oder auch am Lagerfeuer wo Erfahrungen von Aktiven und Ehemaligen getauscht wurden. Der Austausch der verschiedenen Pfadfindergenerationen, war sowieso ein wichtiges Ziel der Organisatoren vom Stamm St. Ludwig. Man wollte eine gesellige Atmosphäre schaffen ohne den Druck eines straffen Programms, so gab es keine langatmige Reden und dergleichen sondern ein Fest für die gesamte Familie, bei dem von den Jüngsten, Wölflinge genannt, bis zum inzwischen 80-jährigen Stammesgründer alle Altersgruppen vertreten waren.

Beim gemeinschaftlichen Postenlauf, konnte das Wissen und die Techniken der Pfadfinderbewegung angewandt werden, beim Abendessen am internationalen Buffet gab es schmackhaftes Essen aus verschiedenen Regionen der Welt. Das sollte symbolisieren wie weit die Gruppe seit dem Bestehen gereist war. Von den Nachbarländern Deutschlands, über das restliche Europa, bis hin zu Namibia waren einzelne Altersstufen gefahren, haben Kontakte mit anderen Pfadfindern geknüpft und wertvolle Erfahrungen über sich und das Leben in der Gruppe gesammelt.
Soft skills, wie sich solche Schlüsselkompetenzen neuerdings nennen, die nicht nur für die Zeit bei den Pfadfindern, sondern auch das weitere Leben wichtig sind, haben in der größten deutschen Jugendbewegung, einen hohen Stellenwert. Werte wie Toleranz und Gleichberechtigung im Umgang untereinander aber auch mit der Natur werden den Kindern und Jugendlichen in den wöchentlichen Gruppenstunden spielerisch vermittelt. Inzwischen gibt es knapp 300.000 Pfadfinder in Deutschland, obwohl sich die Bewegung nach dem dritten Reich neu bilden musste, da sie von den Nazis verboten worden war.
Durch die Gründung 1951 ist der älteste Nürnberger Stamm auch einer der traditionsreichsten, was Diözesanvorsitzender Daniel Götz, neben dem ehrenamtlichen Engagement der Leiter  besonders lobte. Ohne sie wäre die aktive Jugendarbeit in Gibitzenhof in dieser Form nicht möglich.
Für die Jugendlichen vom Stamm geht das Jubiläumsjahr nach dem Fest vom Samstag, dann im Sommer weiter wo eine Fahrt nach Luxemburg, genauer ins Pfadfinderzentrum in Wiltz auf dem Programm steht. Hier möchte der Stamm den runden Geburtstag ausklingen lassen und schon mal an neuen Geschichten und Anekdoten für das nächste Jubiläum arbeiten.
Weitere Informationen zu den Gruppenstunden und dem Stamm gibt es auf diesen Seiten unter z.B. "Stufen".
 

Sebastian Boblist

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