Wegzeichen für Start

 

Hajkwochenende der Pfadfinder und Rover

 

 

Am 22. Juli trafen sich Grüpplinge der Pfadfinder- und Roverstufe am frühen Abend im Nürnberger Hauptbahnhof um gemeinsam zu einer 3-tägigen Hajk in der fränkischen Schweiz aufzubrechen. Vom Zelt über Kocher, Töpfe und Verpflegung für 3 Tage war im Vorfeld alles auf die Rucksäcke verteilt worden. Alle waren pünktlich da, bis auf das Leitungsteam. Stattdessen wurde den Wartenden von einem Informanten ein Schlüssel zu einem Schließfach in die Hand gedrückt. In diesem fanden sich ein Schreiben der 3 Fragezeichen Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw, welches die Pfadfinder und Rover aufforderte als Außenstelle in Deutschland in einem Fall für sie zu recherchieren, Verpflegung, eine Fahrkarte, eine mysteriöse Sprachnachricht der drei Detektive, ein Handy mit direktem Kontakt zur Zentrale und weitere Gegenstände, welche die sechs Teilnehmer im Laufe der drei Tage gebrauchen sollten. 

Gemäß dem Brief aus Rocky Beach sollte das Abenteuer für die Gruppe in Hersbruck starten. 

Dementsprechend begaben sie sich auf direktem Weg dorthin und folgten dort den geheimen Zeichen und Nachrichten, die sie getreu dem Motto auf den „Pfad des Schreckens“ führten. Über den Happurger Baggersee ging es durch den Wald bis zum Zeltplatz bei Pommelsbrunn. Nach der ersten anstrengenden Etappe kamen die Pfadfinder und Rover spät abends dort an. Als Überraschungsgast erwartete sie dort der Roverberater Johannes, der es sich spontan ermöglichen konnte, als Betreuer mit auf das Wochenende zu kommen. Nachdem die Zelte standen wurde anschließend gekocht. Im Vorfeld hatten sich die Teilnehmer in Kochgruppen mit jeweils einem kleinen Gaskocher zusammengeschlossen und in den vergangenen Gruppenstunden selbstständig ihre Essenspläne für das Wochenende zusammengestellt. So erfüllte schon bald der Duft verschiedener Gerichte die Zeltgruppe in Pommelsbrunn. Recht spät ging es für alle im Anschluss in die Zelte.

Am Samstag startete die Gruppe gemütlich in den Tag. Nach einem späten Frühstück gab es für alle noch etwas Zeit zum Entspannen und duschen. Nachdem auch die Versprechensplanung abgeschlossen war, erhielten die Pfadfinder gegen Mittag eine SMS aus der Zentrale, welche sie über einige Umwege zur Telefonnummer eines geheimen Informanten führte, der Licht ins Dunkel um den Fall bringen konnte. Während die Leiter schon wieder unterwegs waren, hatte die Gruppe nach einigen Startschwierigkeiten herausgefunden, um was es wirklich ging und was ihr Auftrag war: Einen gestohlenen Schatz finden und dem Eigentümer zurückgeben, sowie den mutmaßlichen Dieb identifizieren und seinen Kontakt an die Polizei weiter leiten.

Nachdem dies geklärt werden konnte, machte sich die Gruppe wieder auf den Weg.


Die Übernachtung in der Höhle war für alle Teilnehmer des Hajkwochenendes ein ganz besonderes Erlebnis.

Trotz der schlechten Vorhersagen, hatten die Pfadfinder großes Glück mit dem Wetter, so dass es bis auf einen kurzen Schauer in der Nacht von Freitag auf Samstag trocken und sonnig blieb. Es ging entlang an der Pegnitz durch kleine Dörfer, dichte Wälder und über saftig grüne Wiesen durch die landschaftlich sehr beeindruckende fränkische Schweiz. Nicht nur beim Lösen verschiedener Aufgaben und Rätsel, sondern auch beim Bewältigen des Weges der streckenweise auch ordentlich bergan ging, schlugen sich die teilnehmenden Pfadfinder und Rover außerordentlich gut.

Gegen Abend erreichte die Gruppe Rupprechtstegen, von wo aus es über ansteigende Wege zum Endpunkt der Etappe, dem Appenloch ging. Gerd Preiß ein ehemaliges Mitglied des Stammes, hatte für uns den Kontakt zum Besitzer der Höhle hergestellt, so dass wir dort von Samstag auf Sonntag übernachten durften. Außerdem hatte sich Gerd um Getränke und eine süße Nachspeise gekümmert, die er uns direkt „frei Höhle“ anlieferte.

Als die Teilnehmer die Höhle erreichten, legte eine Pfadfinderin feierlich ihr Versprechen ab. Im Anschluss daran wurde rund ums Lagerfeuer das Abendessen gemeinsam zubereitet und das Nachtlager gerichtet. Natürlich konnte auch der Fall gelöst und das verschwundene Gold gefunden werden. 

Nach einer relativ kurzen Nacht auf steinigem Untergrund, wurden die Pfadfinder am Sonntagmorgen mit einem großartigen Ausblick aus der Höhle entschädigt. Ein schnelles Frühstück, Zusammenpacken und Gruppenfoto, da ging es auch schon wieder weiter Richtung Bahnhof. 

Der gemeinsame Abstieg durchs wunderschöne Ankatal führte die Gruppe vorbei an einer zweiten Höhle, der „Andreas Kirche“. Auf kleinen Pfaden ging es vorbei an großen Felsen durch den dichten Wald ins Tal zum Bahnhof. Als Abschluss eines großartigen Wochenendes statteten die Pfadfinder und Rover dem Happurger Baggersee noch einen Besuch ab. Nach der langen Wanderung und der Nacht am Lagerfeuer war ein erfrischendes Bad im See genau das richtige. Frisch gewaschen und gestärkt durch Pommes und Eis fuhr die Gruppe zurück nach Nürnberg. 

Bereits im Zug überkam den ein oder anderen die Müdigkeit. Zurück in Nürnberg waren sich jedoch alle einig, dass es ein tolles Erlebnis war, das im kommenden Jahr wiederholt werden soll.

 

Wegzeichen für Ende

 

DPSG